Meine beiden Kinder maulen seit zwei Jahren rum, dass sie ein Haustier wollen. Am liebsten einen Hund. Das Thema kommt immer wieder auf und ich war bereits am Rand der Verzweiflung. Ich möchte keinen Hund, weil ich Hunde nicht besonders gerne mag. Eine Katze wäre für mich in Ordnung, aber ich befürchte, dass die Sorge und Pflege des Tieres nach kurzer Zeit an mir hängen bleiben würde.

Wenn ich mir überlege, was die beiden schon alles „unbedingt“ für ihr Lebensglück brauchten und wie schnell diese sündhaft teuren Fahrräder, Bälle, Puppen etc. in der Ecke des Kinderzimmers gelandet sind, befürchte ich, sie denken, ein Haustier könne man dort auch ablegen.

Trotzdem nehme ich einen so häufig geäußerten Wunsch durchaus ernst und natürlich wäre es schon toll, die beiden so früh wie möglich an den Umgang mit einem Tier zu gewöhnen.

Eine Nachbarin bot mir Hilfe an. Die Hilfe heißt Maggy, hat vier Pfoten, ist eine wirklich nette Golden-Retriever-Dame und wir übernahmen sie zwei Wochen lang als Urlaubsvertretung. So konnte ich selbst sehen, ob meine Bedenken begründet waren.

Am Tag, als Maggy zu uns kam, war die Aufregung groß. Wir hatten gemeinsam den Napf in die Küche gebracht und Futter gekauft. Die Kinder wollten direkt rausgehen, um mit Maggy zu spielen – auch am nächsten Morgen, bevor wir an Frühstück denken konnten. Am Abend waren die Zwillinge mit Freunden verabredet und Maggy konnte nicht mitgehen. Da übernahm ich das erste Mal die Pflicht, den Hund auszuführen.

Die Euphorie, sich um Maggy zu kümmern, den Napf zu reinigen, spazieren zu gehen, ihr Fell zu bürsten und einen Hund zu haben, hatte sich am dritten Tag offensichtlich völlig verflüchtigt, als ich mitbekam, dass die Zwillinge sich darum stritten, wer mit dem Gassigehen dran war.

Einen Hund wollen sie jetzt nicht mehr, weil es so „endnervig“ ist, immer rauszugehen. Als ich erwähnte, dass man bei anderen Tieren nicht hinaus muss, aber dafür ein Katzenklo oder Ähnliches sauber machen, sind sie fast durchgedreht.

Die beiden haben beschlossen, dass sie noch zu klein sind für ein Tier. Wer zuletzt lacht, sage ich da nur. Für mich persönlich war das Test-Leben mit Hund übrigens sehr viel angenehmer, als ich dachte.

____________________________________

Dieser tolle Tipp stammt von Martina aus Dachau. Vielen Dank Martina!

 

Habt ihr coole Tipps und Erziehungs-Tricks, die an euren Kindern erfolgreich getestet wurden? Schreibt mir JETZT an anke@muttiglueck.de!

Wenn ihr mehr von Muttiglück lesen wollt, könnt ihr mir auf Facebook oder Instagram folgen, dann erfahrt ihr immer von neuen Beiträgen!

 

 

Share: