Der steinige Weg zur Skateboard Minka

Viele Muttiglück Leser haben mich gefragt, ob Anna denn nun ein Skateboard zu Weihnachten bekommen hat und wie es dem „Projekt Skateboard Minka“ denn geht. Ich habe die Fragen bisher nicht beantwortet… Es war mir peinlich.

Erst so ein gehyptes Interview in dem die kleine Dame ihre Idee erklärt, warum sie ein Skateboard möchte. Dann so ehrlich sein, dass dieses Board dabei war sich zum Familiendesaster zu entwickeln? Das war sogar für mich zu viel. Bis Donnerstag dieser Woche!

Also von Anfang an, zu Weihnachten war die Freude über das schicke Board riesengroß. Direkt an heilig Abend musste sie nochmal raus und es ausprobieren, so ganz kurz mal. Ich war die „beste Mama der Welt“ und Papa war der Größte. Was für ein Geschenk.

Als mein Mann mit der kleinen Dame am nächsten Tag wieder nach Hause kam (sie wollten es nochmal in Ruhe testen) waren beide unfassbar genervt, es hatte wohl Ärger gegeben.

Anna meinte das scheißblöde Skateboard könne ich mal ruhig auf den Balkon schmeißen und sie hätte sich das alles anders vorgestellt. Mein Mann bat mich um eine Auszeit und verkrümelte sich in Bett.

„Alles muss man selber machen, sogar das Skateboard muss ich ihr näher bringen“… dachte ich…

Mein mütterlicher Größenwahn diktierte mir eine überhebliche Haltung. Ich war fest davon überzeugt, dass mein Mann nur nicht geduldig genug war. Ich rollte innerlich die Augen und zog eine Woche später mit Kind und Brett los, um die Welt zu verändern.

Nach ungefähr 10 Minuten war mir völlig klar, wie sehr ich meinem Mann Unrecht getan hatte. Mein Kind stand auf Kriegsfuß und nicht auf dem Skateboard. Sie war lustlos, entnervt und nicht bereit etwas auszutesten oder zu üben. Sie heulte wie ein Schlosshund, weil auf der Skatebahn jeder besser mit dem Brett umgehen konnte. Sogar Jungs, die nur 10 Jahre älter und einen Meter größer waren, Wie ungerecht. Menno.

Nach 20 Minuten haben wir uns das erste Mal richtig angekeift, nach 30 Minuten ging ich im Stechschritt nach Hause, das Skateboard unter dem Arm. Hinter mir das heulende, fluchende Kind. Oh man, was für eine Pleite.

 

Letzte Hoffnung Skateboardkurs

Am selben Abend fand ich die Homepage von Tom Cat. Er bietet, gemeinsam mit seiner Frau Dara, Skateboardkurse an. Anna schaute einige seiner Skatevideos auf youtube und war Feuer und Flamme. (Nebenbei gestand sie mir, dass sie dachte solche Tricks gehen ohne viel zu üben. Äh. Nein. Willkommen im Leben, liebes Kind)

Am Donnerstag waren wir dort, ich durfte nicht in den Kurs, das hatte meine Brut schon im Vorfeld ausgeschlossen. Wahrscheinlich hatte die Kleine unseren Streit noch im Nacken, was mir echt leid tut. Aber ich bin halt nicht die Mama von Conny…

Nach 3 Stunden schlich ich mich vorsichtig in den Übungsraum und sah meine Tochter ganz vertraut mit „ihrem Skateboard“. Sie war wirklich müde und ausgepowert, aber sehr glücklich und ich mit ihr!

Fest steht, wir melden uns direkt zum nächsten Kurs wieder an. Ich mache hier explizit keine bezahlte Werbu ng, aber dieser Kurs ist für uns so sein Geld wert, dass ich Euch sehr gerne in diesem Beitrag die Seite von Tom Cat verlinke! Für alle Leser aus München und Umgebung- hier geht`s lang: Skateboardkurse für Anfänger

Mein Fazit ist wieder mal…. Profis erklären besser. Das war auch bei unserem Schwimmkurs so.

 


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