Genau, bei mir geht es heute darum, wie wir meinem Vater endlich das viele Gemecker darüber abgewöhnt haben, dass unser Sohn (6) allein entscheiden darf, was ER mit SEINEM Taschengeld kauft.

Für uns als Eltern ist es völlig normal, dass Taschengeld genau dafür gedacht ist: Damit Kinder sich das kaufen können, was sie wollen.

Okay, mein Sohn wollte zum Beispiel relativ viele Flummis aus dem Automaten bei der Eisdiele – jede Woche einen, weil der aus der letzten Woche weg war. Ich habe mir manchmal die Haare gerauft und auch mit ihm darüber gesprochen, ob er nicht eine sinnvollere „Geldanlage“ findet oder ob er nicht denkt, er sollte besser auf die Flummis aufpassen. Aber da war nichts zu machen.
Mein Vater sah das Thema Taschengeld ganz anders. Der steckte dem Filius zwar (GEGEN MEINEN WILLEN) ständig Geld zu, aber meckerte anschließend stundenlang darüber, dass Süßigkeiten oder Blödsinn gekauft werden. Meinen Hinweis darauf, das Sechsjährige sich nur in den seltensten Fällen für Immobilienfonds interessieren, überhörte er.

Da muss Ordnung rein, in das Thema Taschengeld!

Auf jeden Fall ging das so nicht weiter. Eines eint Opa und Enkel: Nämlich, dass ich ihre Hauptansprechpartnerin bei Konflikten bin. Ich war das ewige Gemaule von beiden Seiten gründlich satt.
Zunächst nahm ich mir meinen Vater vor und wir entwarfen gemeinsam eine Liste von „erwünschten“ Gegenständen. Also Dinge, die mit dem Taschengeld gekauft werden können und die Opa als sinnvoll betrachtet. Die Hälfte der Liste ist hinfällig, weil bspw. so etwas wie Radiergummis und Socken in meine Zuständigkeit fällt. Aber es stehen auch Sachen drauf wie LEGO-Figuren, Sammelkarten, Kinokarten und Fahrradklingeln, die sich mein Sohn durchaus von seinem Taschengeld kaufen könnte.

Ich konnte nicht in Erfahrung bringen, was es mit einem sehr speziellen Gegenstand wie einer Fahrradklingel auf sich hat. An solchen Stellen gibt es dann plötzlich eine große Opa-Enkel-Solidarität.

Wenn mein Sohn zukünftig etwas von Opas Liste kaufen will, haut er ihn um eine Finanzspritze an. Es gibt kein „heimlich“ zugestecktes Taschengeld mehr. So ist der neue Deal und er funktioniert sehr gut. Das Einzige, was ich bedauere, ist, dass meine neuen Winterreifen und die süße blaue Handtasche nicht auf die Liste durften. Nun gut.

 

Dieser Muttihack stammt von Brigitte, die mit ihrem Sohn in Würzburg lebt! Danke Brigitte.

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