Die ewige Klamotten-Diskussion

Zum Anziehen fällt mir spontan etwas ein: Früher habe ich mich mit meiner Tochter heftig wegen der Kleidung gestritten. Ich war der Meinung es müsse eine dicke Strumpfhose sein, sie wollte eine dünne Leggings. Ich weiß gar nicht mehr wann das losging. Gefühlt ab dem Zeitpunkt, wo sie sich eigenständig das T-Shirt überstreifen konnte.

Mittlerweile mische mich so wenig ein, wie möglich. Ich informiere sie über den Wetterbericht und sie wählt selbst aus, was sie anziehen möchte. Den Kleiderschrank habe ich so gestaltet, dass sie an alles selbst rankommt. Und auch die Menge an Klamotten begrenzt, damit es nicht zu unübersichtlich wird.

Im Idealfall richten wir am Abend vorher schon die Klamotten raus, damit es morgens besser flutscht. Oft erscheint es mir viel zu kalt oder zu warm, für die getroffene Wahl. Doch sie friert selten und hat auch kaum Erkältungen.

Insgesamt finde ich es wirkt gut, dem Kind Verantwortung abzugeben. Versuche ich auch bei den Hausaufgaben. Ich zwinge sie nicht Fehler zu korrigieren, sondern zeige ihr die Fehler und überlasse es ihr, ob sie sie korrigieren möchte oder nicht. Ist viel stressfreier. Wenn sie gar keine Hausaufgaben machen möchte, versuche ich sie zwar zu überzeugen es doch zu tun. Aber letztendlich überlasse ich ihr die Entscheidung selbst. Bisher hat sie sie fast immer gemacht.

Das Bild zeigt den von mir extra sortierten Kleiderschrank. Dabei habe ich mich an Marie Kondo orientiert. Der japanischen “Aufräumexpertin”.


Joanna, München

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